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Vorwort
Inhalt
1.Einleitung
2.Grundlagen für die Planung
3.Verkehrslärm
4.Gewerbelärm
5.Freizeit- und Sportlärm
6.Lärmminderungspläne / Lärmaktionspläne
7.Hinweise für die Planung
8.Literatur
9.Thematische Websites
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Vorwort
   

Lärm kann krank machen. Und leider ist die Lärmbelastung auch eine Folge der wirtschaftlich guten Entwicklung unseres Landes: steigende Transport- und Beförderungsbedürfnisse, geändertes Freizeitverhalten und enge räumliche Verflechtung lärmerzeugender und lärmempfindlicher Nutzungen sorgen dafür, dass es nie mehr ganz still und das Gehör einer andauernden Belastung und bisweilen auch Stress ausgesetzt ist.

Eine strikte Trennung von lärmerzeugender und -empfindlicher Nutzung, wie sie früher verfolgt wurde, wird heute nicht mehr gewollt und wäre vielfach auch nicht mehr realisierbar. Heutiges stadtplanerisches Leitbild ist die „Stadt der kurzen Wege“ mit nutzungsgemischten urbanen Siedlungen und Quartieren, die von den Menschen wieder geschätzt und gesucht werden. Damit dies so bleibt, müssen aber auch Fragen des Lärmschutzes im Interesse aller Betroffenen gelöst werden.

Die Landesregierung misst daher insbesondere dem vorsorgenden und aktiven Lärmschutz hohe Bedeutung bei. Ziel ist es, die Zahl lärmbetroffener Bürgerinnen und Bürger dauerhaft zu senken und somit eine höhere Lebensqualität zu erreichen.

Deshalb sind vorbeugender Lärmschutz bei der Bauleitplanung und die gegenseitige Rücksichtnahme zwischen neu hinzukommenden und ansässigen Nutzerinnen und Nutzern bei der Zulassung von Vorhaben wichtige Gesichtspunkte, die es zu berücksichtigen gilt. Lärmkarten, die besonders belastete Bereiche aufzeigen, sind nicht nur für die Lärmaktionsplanung, sondern auch bei städtebaulichen und infrastrukturellen Planungsaufgaben eine unerlässliche Grundlage für gezielte und effektive Maßnahmen zur Lärmminderung und zum Lärmschutz.

Die Lärmfibel beschreibt die unterschiedlichen Regelungen für die verschiedenen Lärmquellen, stellt ihren Anwendungsbereich dar und verdeutlicht Unterschiede und Zusammenhänge. Daneben vermittelt sie Grundlagen über Methoden der Lärmermittlung und Bewertung insbesondere für die Anwendung bei der städtebaulichen Planung und bei der Beurteilung der Zulässigkeit von Bauvorhaben.

Lärmschutz ist kein Thema für schnelle Erfolge. Kontinuierliches und langfristiges Handeln ist gefragt. Für dessen Planung und Umsetzung wünsche ich viel Erfolg.
 

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL
Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg

 

 
 
 
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL
Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg